Necker
Voralpenfluss östlich
des Toggenburgs. Entspringt am Spicher (1520 m), einem
Vorberg des Säntis, fliesst zuerst durch eine abgelegene, tief eingeschnittene
Waldschlucht, danach mit wechselnden Schwierigkeiten durch das Neckertal
und mündet schliesslich bei Lütisburg in die Thur.
Befahrbarkeit:
Das relativ kleine
Einzugsgebiet bietet nur selten während der Schneeschmelze
(April) oder nach längeren Regenfällen genügend Wasser für
eine Befahrung.
Wasserqualität: Im Oberlauf noch sauber, später zunehmend verschmutzt.
Schwanzbrugg - Anzenwil
Distanz: 14,5 km
Gefälle: 11 /oo
Schwierigkeitsgrad: II-III (3-4)
| Hilfspegel: | Geeignet
erscheinen die unter der Strassenbrücke von Furt links- ufrig sichtbaren Steinreihen der Ufermauer (am unteren Brücken- rand gemessen). Niedrig: 4 Steinreihen sind sichtbar Mittel: 3 Steinreihen sind sichtbar Hoch: 2 Steinreihen sind sichtbar |
Schweizerische Landeskarten: 1:50000, Blatt 227 (Appenzell)
| 0 | Einbooten
bei der Schwanzbrugg zwischen Bächli und Hemberg. Bei gutem Wasserstand kann auch noch etwa 3 km weiter flussaufwärts ein- gebootet werden. Dabei sind einige Nagelfluhstufen zu beachten (WW III, einzelne Passagen WW IV, Gefälle ca. 30 ä). Die Fahrt beginnt mit verblockten Schwällen in einer einsamen Waldschlucht mit schwierigem Wildwasser (WW III-IV) und recht ordentlichem Gefälle (ca. 20 ä). |
| 2,7 | Fahrbares,
ca. 4 m hohes Wehr bei St. Peterzell. Mögliche Aus- oder Einbootstelle an der gieich folgenden Strassenbrücke. Die Folgestrecke ist einfacher, enthält aber einige kleine, verblockte Stufen (WW II). |
| 5,4 | Brücke
von Furt. Noch vor der Brücke folgen hintereinander zwei rassige Schwälle (WW II-III). Danach nur noch einfaches Wildwasser (WW I-II). |
| 7,8 | Brücke
von Brunnadern. Wenig später führt ein kurzer Tunnel unter der
Strasse und Bahnlinie hindurch. |
| 9,1 | Unfahrbares Wehr. Links oder rechts umtragen. |
| 9,7 | Kleine
Stufe unter der Brücke von Necker. Mögliche Einbootstelle. In
der Folge weitgehend einfaches Wildwasser, jedoch unterbrochen von ein- zelnen, teilweise schwierigen Passagen. |
| 10,6 | Schlitz!
Das Wasser zwängt sich durch eine schmale Rinne in einer breiten Nagelfluhplatte (Klemmgefahr). Bei genügend Wasser ganz rechts über diese Platte rutschen, sonst links umtragen. |
| 12,7 | Brücke
bei der Aachsäge. Künstlicher Abfall, unbedingt vorher ansehen.
Allenfalls rechts umtragen. Bei hohem Wasserstand gefährliche Walze. Die Folgestrecke weist nochmals einige wenige, schwierige Stellen auf (bei Hochwasser massive Walzen). Sonst nur mässig schwieriges Wild- wasser. |
| 14,5 | Gedeckte
Holzbrücke bei Anzenwil. Ausbootmöglichkeit am rechten Ufer noch vor der Brücke. Knapp 100 m unterhalb dieser Brücke folgt eine kleine Stufe mit einem klemmgefährlichen Schlitz (Todesfall 1979). Bei Hochwasser entsteht eine kräftige Walze (Achtung: wegen der gemauerten Ufer ist ein Anhalten unterhalb der Holzbrücke dann sehr schwierig, notfalls möglichst links fahren). |
Anzenwil - Mündung in die Thur
Distanz: 6,5 km
Gefälle: 6 /oo
Schwierigkeitsgrad: I-II
Schweizerische
Landeskarten: 1:50000, Blatt 226 (Rapperswil)
Blatt 227 (Appenzell)
| 0 | Einbooten
am, rechten Ufer, ca. 100 m unterhalb der Holzbrücke nach dem klemmgefährlichen Schlitz. Der Fluss fliesst in der Folge in vielen Windungen durch eine hübsche Waldschlucht. Einfaches Wildwasser, sofern nicht plötzlich querliegende Baumstämme auftauchen. |
| 2,5 | Alte
Brücke zwischen Lütisburg und Ganterschwil. Mögliche Ausboot-
stelle. |
| 7,7 | Mündung
in die Thur. Ein Ausbooten erfolgt
am einfachsten ca. 800 m später an der Thurbrücke unterhalb von Lütisburg. |