Sitter
Aus dem Säntisgebiet
entspringend, vereinigen sich die drei Quellbäche Wiss-
bach, Schwendibach und Brüelbach bei der Ortschaft Weissbad zur Sitter.
Nach der Ebene von Appenzell durchfliesst sie in meist tiefen Tobeln, das
hügelige Voralpenland, wird dann unterhalb von St. Gallen zum einfachen
Wanderfluss und mündet schliesslich bei Bischofszell in die Thur.
Befahrbarkeit:
Während der Schneeschmelze (April-Mai) und nach Regenfällen. Die Strecke
zwischen Haslen und St. Gallen ist wegen Wasserentzug nur selten fahrbar.
Wasserqualität: verschmutzt.
| Zeltplätze: |
Camping «Eischen' bei Appenzell. TCS-Camping «Leebrücke' zwischen Wittenbach und Bern- hardzell am Ufer der Sitter. Camping «Sitterbrücke' in Leutswil oberhalb von Bischofszell am Ufer der Sitter. |
Appenzell - Haslen
Distanz: 6,2 km
Gefälle: 12 /oo
Schwierigkeitsgrad: II-III (4-5)
| Pegel: | Eine
Mess-Station befindet sich am rechten Ufer, ca. 100 m unterhalb der Strassenbrücke bei der Kirche von Appenzell. Die aufgezeichneten Messwerte können innerhalb der letzten 24 Stunden von aussen ab- gelesen werden. Niedrig: 769,20 m ü.M. Mittel: 769,50 m ü.M. Hoch: 769,90 m ü.M. |
Schweizerische Landeskarten: 1:50000, Blatt 227 (Appenzell)
| 0 | Einbooten
bei der alten, gedeckten Holzbrücke von Mettlen-Appenzell (an der Strasse nach Haslen). In der Folge weitgehend einfaches Wild- wasser. |
| 1,3 | Ungefähr 1 m hohe Stufe. Am einfachsten befahrbar ganz am rechten Ufer. |
| 2,0 | Gedeckte
Holzbrücke. Die Folgestrecke weist einige wenige, interessan- te Passagen auf, bietet aber sonst mehrheitlich einfaches Wildwasser. |
| 3,9 | Nach
einem kurzen Abschnitt mit ruhigem Wasser scheinen mehrere Steinbrocken im Bachbett die Durchfahrt zu versperren. Es folgt nun ein etwa 300 m langer, teilweise schwer verblockter und sehr schwieriger Streckenabschnitt mit Abfällen und Engstellen (WW IV-V). Der soge- nannte «Schlitz', ein kleiner, enger Abfall zwischen zwei Felsen zu Beginn dieses Abschnitts ist häufig durch Schwemmholz versperrt (rechts Siphon!). Diese gefährliche Passage ist schwierig zu umtragen. Das nur wenig später bereits folgende «Kanonenrohr', ein 4 m hoher Abfall, ist unfahrbar. Hochstart vom linken Felsenufer aus (ca. 5 m) oder links durch den Wald umtragen. Gleich danach folgt in einer Rechtskurve noch eine schwierige Engstelle (teilweise unterspülte Uferfelsen) und wenig später ein schmaler Abfall mit tückischer Querströmung im Unter- wasser (oft durch Schwemmholz versperrt). In der Folge fliesst die Sitter durch eine abgelegene, sehr schöne, niedere Waldschlucht mit vielen hübschen Blockstellen (WW II-III). |
| 4,5 | Eisensteg
für Fussgänger. Der anschliessende Felsverhau kann nur ganz rechts befahren werden (WW III). |
| 6,2 | Wehr
oberhalb der gedeckten Holzbrücke zwischen Haslen und Stein (Listbrücke). Praktisch die gesamte Wassermenge wird hier durch Stol- len zum Gübsensee abgeleitet. In der letzten Stufe vor dem kleinen Stausee kommen bei niedrigem Wasserstand mehrere Eisen zum Vor- schein. Zudem bildet sich auf der rechten Seite ein enger Abfall zwischen zwei Felsbrocken (Klemmgefahr!). |
Haslen - St. Gallen (Stocken)
Distanz: 7,1 km
Gefälle: 13 /oo
Schwierigkeitsgrad: III-IV (4,5-6)
| Pegel: | Befindet
sich im kleinen Stausee, linksufrig am Gebäude des Wehres. Niedrig: 20 cm Mittel: 35 cm Hoch: 60 cm Da der Zugang zum Pegel zu Fuss etwas mühsam ist, können als Hilfspe- gel auch die Betonsockel im Unterwasser des Wehres benutzt werden. Erreicht der Wasserspiegel gerade die Sockelhöhe, kann mit einem idealen, mittleren Wasserstand gerechnet werden. Absolutes Minimum für eine Befahrung: Die Sockel werden nur zur Hälfte angespült (ent- spricht einem Pegelstand von 15 cm). |
Schweizerische Landeskarten: 1:50000, Blatt 227 (Appenzell)
| 0 | Einbooten
unter dem Wehr bei der gedeckten Holzbrücke zwischen Haslen und Stein. Die nun folgende Waldschlucht enthält mehrere Blockstellen, kleinere Abfälle und enge Durchfahrten, abwechselnd mit längeren, einfacheren Abschnitten. |
| 3,2 | Einmündung
des Rotbachs von rechts. Unmittelbar vorher überspannt ein neuer Metallsteg den Fluss. Darunter befindet sich ein extrem schwieriger, schwer verblockter Katarakt mit rechtsufrig unterspülter Felswand (WW V-VI, bei geringem Wasserstand unfahrbar). Rechtzeitig links ausbooten und umtragen. Danach folgt ein schwieriger Abschnitt mit stark verblockten Schwallstrecken, Abfällen und Engstellen (WW IV). |
| 3,8 | Hoch
über dem Tobel überspannt die Strassenbrücke zwischen Teufen
und Stein den Fluss. Die Schwierigkeiten nehmen in der Folge wieder ab. |
| 5,1 | Ein
verfallenes Wehr im Anschluss an eine verblockte Schwallstrecke gewährt nur bei niedrigem Wasserstand einen Durchschlupf durch einen niederen, kurzen Tunnel (bei Hochwasser unfahrbar). Rechtzeitig rechts ausbooten und allenfalls umtragen. |
| 5,3 | Einmündung
des Wattbachs von rechts. Danach nur noch mässig schwieriges Wildwasser. |
| 6,6 | Einmündung
der Urnäsch von links. Rechts
befindet sich das Kraftwerk Kubel. Das Wasser aus dem Gübsensee wird hier wieder zugeleitet. Hoch über dem Tal überquert die Eisenbahnlinie St. Gallen-Herisau den Fluss. |
| 7,1 | Ausbooten
am rechten Ufer unter der hohen Eisenbahnbrücke der Linie St.Gallen-Zürich. Die Folgestrecke bis zur Strassenbrücke zwischen St.Gallen und Engelburg lohnt sich nicht mehr (mehrere, unfahrbare Wehre, streckenweise Wasserentzug). |
St. Gallen (Spisegg) - Bischofszell
Distanz: 25,3 km
Gefälle: 4 /oo
Schwierigkeitsgrad: I-II (2-3)
| Pegel: | Befindet
sich rechtsufrig am Auslauf eines kleinen Kraftwerks, ca. 250 m oberhalb der Strassenbrücke zwischen Wittenbach und Bernhardzell. Niedrig: 110 cm Mittel: 140 cm Hoch: 180 cm |
Schweizerische Landeskarten: 1:50000, Blatt 217 (Arbon)
| 0 | Start
bei der alten, gedeckten Holzbrücke an der Strasse von St. Gallen nach Engelburg. Vorerst einfaches Wildwasser. Nach etwa 400 m folgt der Schiessplatz Ochsenweid. Bei Schiessbetrieb sind am Ufer rot- weisse Windsäcke aufgehängt. Rechts landen und beim Schützen- meister melden. |
| 3,3 | In
einer Rechtskurve befindet sich nochmals ein kleiner Schiessplatz. Bei Schiessbetrieb ganz rechts im Schutz der Böschung dem Ufer entlang paddeln. |
| 3,7 | Schrägwehr.
Bei niedrigem Wasserstand fahrbar (vorher ansehen). Sonst rechts umtragen. Danach Zunahme der Schwierigkeiten. |
| 5,4 | Brücke beim Restaurant 'Erlenholz'. |
| 6,6 | Brücke
zwischen Wittenbach und Bernhardzell ('Leebrugg'). Anschlies- send links TCS-Campingplatz. Mpgliche Aus- oder Einbootstelle. In der Folge nur noch einfaches Wildwasser. |
| 10,1 | Gedeckte Holzbrücke ('Wannenbrugg'). |
| 15,6 | Brücke zwischen Waldkirch und Häggenschwil ('Rotenbrugg'). |
| 22,0 | Brücke bei Leutswil. Rechts davor Campingplatz. |
| 24,2 | Eisenbahnbrücke
bei Sitterdorf. Gleich danach folgt ein unfahrbares Wehr. Bei Hochwasser links umtragen, sonst rechts über die Wehrstufen überheben. |
| 25,3 | Strassenbrücke
von Bischofszell. Gleich anschliessend unfahrbares Wehr. Am besten wird die Fahrt bereits oberhalb der Brücke am rechten Ufer beendet. Eine Weiterfahrt zur nahen Thur ist möglich. |