Thur
Sitter
Urnäsch
Necker
Rhein
Glatt
Murg

Urnäsch

Entwässert die Schwägalp nördlich des Säntis (2502 m), fliesst unterhalb von
Urnäsch in einem tiefen Tobel durchs hügelige Appenzellerland und mündet in
der Nähe von St. Gallen in die Sitter.

Befahrbarkeit:
Der Oberlauf nur selten im Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze (April-Mai)
oder nach Regenfällen. Die Schwierigkeiten steigen bei etwas höheren Wasser-
ständen sehr rasch erheblich an. Der Unterlauf unterhalb der Hundwilerbrücke
ist wegen des Wasserentzugs nur selten befahrbar.

Wasserqualität: verschmutzt.

Zürchersmühle - Hundwilerbrücke

Distanz: 4,6 km
Gefälle: 24 ’/oo
Schwierigkeitsgrad: IV-V

Schweizerische Landeskarten: 1:50’000, Blatt 227 (Appenzell)

0 Start an der Brücke von Zürchersmühle. Es ist zu beachten, dass sowohl
an der Einbootstelle als auch bei der nahegelegenen Bahnstation
Zürchersmühle kaum Parkplätze vorhanden sind. Etwa 200 m nach dem
Start folgt ein unfahrbares Wehr. Es bildet den Auftakt zu einer Serie von
natürlichen Wasserfällen in einer engen Nagelfluhschlucht. Die letzte
Stufe (ca. 3 m) hat bereits bei mittlerem Wasserstand einen erheblichen
Rücksog. Da hier oft mit verklemmten Bäumen zu rechnen ist und dieser
Abschnitt nur als Ganzes umtragen werden kann, soll diese Strecke vor
einer Befahrung immer besichtigt werden.
0,8 Unfahrbares Wehr. Links mühsam umtragen. Es folgen nach wie vor
mehrere sehr schwierige Blockstellen und vereinzelte Abfälle in einer
tiefen und einsamen Waldschlucht.
4,6 Wehr unterhalb der Hundwilerbrücke zwischen Hundwil und Waldstatt.
Normalerweise nahezu totale Ableitung des Wassers zum Gübsensee.
Ausbooten am linken Ufer. Anschliessend mühsamer Aufstieg über
einen Fussweg zur hochgelegenen Strasse.

Hundwilerbrücke - St. Gallen (Stocken)

Distanz: 6,1 km
Gefälle: 15 ’/oo
Schwierigkeitsgrad: II-III (3-4)

Pegel: Befindet sich am linken Ufer oberhalb der Wehrkrone unterhalb der
Hundwilerbrücke.
Niedrig: 20 cm
Mittel: 35 cm
Hoch: 60 cm
Um bereits von der hochgelegenen Strassenbrücke aus einen Hinweis
über die Befahrbarkeit zu erhalten, können die Betonsockel im Unter-
wasser des Wehres als Hilfspegel dienen. Ein mittlerer Wasserstand für
diese Strecke wird erreicht, wenn diese Sockel gerade überspült sind.

Schweizerische Landeskarten: 1:50’000, Blatt 227 (Appenzell)

0 Start linksufrig unter dem Wehr, unterhalb der Strassenbrücke zwischen
Hundwil und Waldstatt (Hundwilerbrücke). Die Einbootstelle ist über
einen Fussweg vom linken Brückenende aus erreichbar. Meist nur
mässig schwieriges Wildwasser mit einigen etwas schwierigeren Block-
passagen.
2,1 Gedeckte Holzbrücke.
4,3 Nach einer Serie von natürlichen Stufen (WW III-IV, bei hohem Wasser-
stand teilweise gefährlicher Rücksog) presst sich das Wasser durch
einen niederen Felsschlitz. Gefährliche Engstelle (Todesfall 1979), bei
eingeklemmtem Material (Steine, Holz) unfahrbar. Bei niedrigem Was-
serstand links, sonst besser am rechten Ufer umtragen.
6,1 Mündung in die Sitter. Die Fahrt wird am einfachsten nach unge-
fähr 500 m unter der hohen Eisenbahnbrücke der Linie Zürich-St. Gallen
rechtsufrig beendet.